Firmenchef meldet 355 Photovoltaikmodule für 115 Franken an - Zoll beziffert den wahren Wert auf 29.000 Euro
Der Empfänger gab die China-Ware als Geschenk eines Schweizer Bekannten aus. Nach 5.600 Euro Abgaben rollte die Ware weiter, die Bußgeldstelle prüft ein Verfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung.
Auf dem Papier waren 355 Solarmodule fast nichts wert - in Wahrheit kostet jedes Stück rund 80 Euro.
Der Zoll in Konstanz zweifelte an der Anmeldung: 115 Schweizer Franken sollten alle 355 Photovoltaikmodule zusammen kosten, angeblich funktionstüchtige Ware aus der Schweiz für eine Empfängerfirma in Sachsen. Eine Internetrecherche zeigte vergleichbare Produkte für je 80 Euro - und als Produktionsstandort China.
Der Inhaber der Empfängerfirma begründete den Preis mit einer Schenkung durch einen Schweizer Bekannten. Im gewerblichen Warenverkehr gilt das nicht: Der Zoll setzte den Warenwert auf rund 29.000 Euro fest und berechnete Einfuhrabgaben von rund 5.600 Euro.
Nach der Zahlung durfte die Ware weitertransportiert werden. Jetzt entscheidet die Bußgeldstelle des Hauptzollamts Karlsruhe über ein Verfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Hauptzollamt Singen
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person
- Tatort
- Konstanz
- Schaden
- 5,6k €