Versuchter Trickbetrug in Eisenhüttenstadt - falscher Polizist am Telefon
Ein Anrufer gab sich als Polizist aus und behauptete, die Tochter des Rentners habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Er forderte 84.000 Euro Kaution und setzte den Mann unter Druck. Als Angehörige den Betrug durchschauten, legte der Anrufer auf.
Dies geschah in Eisenhüttenstadt, wo ein Rentner gegen 16:30 Uhr einen Anruf entgegennahm. Am Apparat war ein Mann, der ihm im perfekten Deutsch erklärte, von der Polizeiwache Eisenhüttenstadt zu sein und dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe. Der wäre für einen Radfahrer tödlich ausgegangen. Wenn nicht 84.000 Euro an Kaution gezahlt würden, müsse die Tochter ins Gefängnis. Tatsächlich gelang es dem Anrufer mit seiner aggressiven Vorgehensweise, den Rentner einzuschüchtern. Der gab dann aber zu bedenken, so viel Geld gar nicht zur Verfügung zu haben. Letztlich nannte er sogar eine Summe, die maximal aufzutreiben wäre. Und schon ging der angebliche Polizist auf dieses Angebot ein…Zufälligerweise trat nun ein Angehöriger des Mannes auf den Plan und erkannte bei seinem Erscheinen sofort, dass hier etwas Seltsames vor sich ging. Als er von der Geschichte hörte, wurden weitere Angehörige hinzugezogen und der Anrufer zur Rede gestellt. Jetzt wollte der plötzlich ein Staatsanwalt sein, beendete aber ganz schnell das Gespräch, als er erkannte, dass sein kriminelles Treiben aufgeflogen war.
Quelle: Polizeidirektion Ost
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, männlich
- Opfer
- 1 Person, männlich
- Tatort
- Eisenhüttenstadt