Falsche ELSTER-Mail: Ehepaar gibt Kontodaten preis, ein Anrufer gibt sich als Bankmitarbeiter aus
Der 63-Jährige leitet die Mail an seine Frau weiter, sie bestätigt den Link. Bis zur Anzeige entsteht kein finanzieller Schaden.
Eine E-Mail, angeblich vom Steuererklärungssystem ELSTER, landet am 30. Oktober 2026 im Postfach eines 63-Jährigen. Er hält den Absender für die Steuerverwaltung und leitet die Mail an seine 58-jährige Ehefrau weiter.
Die Frau bestätigt den enthaltenen Link und gibt die Kontodaten ihres Mannes ein. Am 02. November 2026 gegen 18:15 Uhr ruft ein vermeintlicher Mitarbeiter der Hausbank an. Er behauptet, das Auszahlungslimit des Kontos sei erhöht worden, und die ELSTER-Mail habe Schadsoftware enthalten.
Der Anrufer bietet an, die Konten zu prüfen. Nach der Aufforderung, eine App für den Fremdzugriff herunterzuladen, öffnet er alle existierenden Konten. Der Geschädigte verliert zunehmend das Vertrauen und beendet das Gespräch.
Am nächsten Tag schildert das Ehepaar den Vorfall bei seiner Bank. Eine Mitarbeiterin bestätigt den Betrugsversuch und schließt aus, dass der Anruf von der Bank kam. Bis zur Anzeige entstand kein finanzieller Schaden.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Polizei Sachsen-Anhalt
Tatdetails
- Opfer
- 2 Personen, 63;58 Jahre
- Tatort
- Dessau-Roßlau