Seeschiff im Braker Hafen fällt bei Kontrolle durch - 40.000 Euro Sicherheitsleistung
Die Hilfsdieselmotoren erfüllen die Stickoxid-Grenzwerte nicht. Für das Schiff gilt jetzt ein Auslaufverbot.
Bei einer Hafenstaatkontrolle im Braker Hafen stellten Sachverständige erhebliche Mängel an einem 126 Meter langen Seeschiff fest.
Ein Lotse hatte auf eine fehlerhafte Ruderanlage hingewiesen. Bei der Überprüfung zeigte sich, dass drei neue Hilfsdieselmotoren nicht in den Schiffszeugnissen vermerkt sind und die Aggregate die erforderliche Stickoxid-Emissionsstufe nicht erfüllen.
Wegen des umweltrechtlichen Verstoßes nach der See-Umweltverhaltensverordnung setzte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie eine Sicherheitsleistung von insgesamt 40.000 Euro fest, je 20.000 Euro für den Kapitän und den Leiter der Maschinenanlage.
Weitere Feststellungen betrafen Schimmel in Duschen und Toiletten, schlechte Lebensbedingungen für die Besatzung und den nicht ordnungsgemäßen Umgang mit Schiffsmüll. Die BG Verkehr verhängte ein Auslaufverbot.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg