Nach Schüssen am Weender Tor: Polizei verfügt 40 Aufenthaltsverbote und 24 Meldeauflagen - Gericht…
Das Verwaltungsgericht Göttingen erklärte im Einzelfall die Maßnahmen für rechtswidrig, bestätigte aber die Gefahrenprognose. Der 16-jährige Schütze sitzt in U-Haft.
Nach den Schüssen am Weender Tor hat die Polizei Göttingen 40 Aufenthaltsverbote und 24 Meldeauflagen verfügt. Betroffen sind ausschließlich Angehörige der beteiligten Großfamilien.
Hintergrund sind die Vorkommnisse am 13. Juni in der Göttinger Innenstadt. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien kam es zur Abgabe von Schüssen. Ein Polizist wurde dabei getroffen und schwer verletzt. Der 16-jährige Täter befindet sich in U-Haft.
Das Verwaltungsgericht Göttingen entschied im einstweiligen Rechtsschutzverfahren über eines der Aufenthaltsverbote und eine Meldeauflage. Mit Beschluss vom 29. Juli 2026 stellte es fest, dass sich die Maßnahmen in diesem konkreten Fall bei summarischer Prüfung als rechtswidrig erwiesen haben. Gleichwohl bestätigte das Gericht die polizeiliche Gefahrenprognose ausdrücklich.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung — Quelle: Polizeiinspektion Göttingen
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 16 Jahre, männlich
- Opfer
- 1 Person, männlich
- Tatzeit
- 13.06.2026 um 20:00 Uhr
- Tatort
- Innenstadt, Göttingen
- Motiv
- Streit