Brand einer Obdachlosenbehausung in München - 32-Jährige Polin tot

Bei der Abholung eines Pakets mit gefälschten Krebsmedikamenten und Rezepten wurde ein 33-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, wobei er eine leichte Stirnverletzung erlitt. Insgesamt wurden 13 Durchsuchungen vollzogen und drei Männer festgesetzt.

MünchenBayernVeröffentlicht am
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Am Mittwoch, 17.12.2025, konnten drei Beamte des Kommissariats 84 zusammen mit dem LKA Berlin und einer eingesetzten Berliner Hundertschaft insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München vollziehen. Die Durchsuchungsaktion führte zur Auffindung von weiteren Arzneimitteln sowie zahlreichem Diebesgut, darunter auch Mobiltelefonen, die sichergestellt wurden.

Bereits am Vortag war ein 25-jähriger ukrainischer Rezepteinlöser durch zivile Polizeibeamte in München festgenommen worden. Dabei konnte bei diesem eine Postquittung für ein Paket nach Berlin aufgefunden werden. In der Folge konnten die Beamten des Kommissariats 84 im Rahmen des Aufenthalts in Berlin einen 33-jährigen moldauischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland bei der Abholung einer Paketzustellung in der Filiale festnehmen. Bei der Festnahme wurde der 33-Jährige leicht an der Stirn verletzt.

Bei der darauffolgenden Durchsuchung in den Räumlichkeiten des 33-Jährigen in Berlin wurden weitere Packungen von Krebsmedikamenten sowie über 20 gefälschte Rezepte in vorbereiteten Versandkuverts aufgefunden.

Der 33-Jährige wurde am darauffolgenden Tag einem Berliner Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher ihm die durch das Amtsgericht München erlassenen Haftbefehle verkündete. Mittlerweile sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt in Bayern.

Der finanzielle Betrag aller sichergestellten Rezepte und Arzneimittel beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

Mit Bezug zu den beiden o.g. Festnahmen konnte im Rahmen weiterer polizeilicher Maßnahmen in den Bundesländern Brandenburg und Berlin ein 32-jähriger Tatverdächtiger in Berlin ermittelt werden, welcher im Zusammenhang mit den Einlösungen in München stand. Es handelte sich hierbei um einen moldauischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten dem 32-Jährigen weitere Einlösungen gefälschter Rezepte in verschiedenen Städten in Norddeutschland, unter anderem in Hamburg, telefonische Vorbestellungen in einer Vielzahl von Apotheken sowie sogenannte „Beschaffungsfahrten“ zur Last gelegt werden.

Nachdem der 32-Jährige am Freitag, 16.01.2026 nach einer viertägigen „Beschaffungsfahrt“ durch die verschiedenen Städte in Norddeutschland zu seiner Unterkunft in Potsdam zurückkehrte, konnten er und ein 28-jähriger moldauischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland, welcher sich ebenfalls im Fahrzeug befand, durch die dort örtlich zuständige Polizei angetroffen werden. Da gegen den 32-Jährigen bereits aufgrund der gewerbsmäßigen Begehung der Urkundenfälschung Haftbefehl durch das Amtsgericht München erlassen worden war, wurde er vor Ort von den Beamten verhaftet.

Beim anschließenden Vollzug des Durchsuchungsbeschlusses der Wohnung konnte ein weiterer Tatverdächtiger auf frischer Tat beim Herstellen von gefälschten Rezepten festgenommen werden. Der 43-jährige moldauische Staatsbürger, ebenfalls ohne festen Wohnsitz in Deutschland, saß vor einem angeschalteten Laptop mit angeschlossenem Drucker. In der Wohnung lagen zahlreiche Blankorezepte.

Außerdem konnten sowohl in der Wohnung, als auch im Fahrzeug des 32-Jährigen weitere Beweismittel sichergestellt werden, unter anderem Blankorezepte sowie gefälschte Rezepte.

Gegen den 28-Jährigen und den 43-Jährigen erließ das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Haftbefehle. Alle drei werden in eine Justizvollzugsanstalt nach Bayern überstellt.

Der Warenwert der nicht eingelösten Rezepte liegt im fünfstelligen Bereich.

Die fortlaufenden Ermittlungen werden durch das Kommissariat 84 geführt. U.a. konnten hierbei in mehreren Verfahren eindeutige Hinweise auf einen Weiterverkauf der erlangten Arzneimittel ins osteuropäische Ausland und nach Russland gewonnen werden.

Wie bereits berichtet, kam es am Montag, 02.02.2026, gegen 14:00 Uhr, zu einem Trickbetrug durch falsche Handwerker. Diese täuschten einem älteren Ehepaar vor, dass deren Regenrinne erneut werden müsse. Nach getaner Arbeit forderten sie einen hohen Geldbetrag. Letztlich erbeuteten sie hierdurch mehrere tausend Euro. Anschließend flüchteten die Täter. Durch die Polizei wurde eine Anzeige wegen Betrugs aufgenommen.

Infolge dessen kam es zu einem Zeugenaufruf, woraufhin sich mehrere Personen bei der Münchner Kriminalpolizei, Kommissariat 63, telefonisch meldeten und angaben, dass bei ihnen Personen mit der gleichen Masche auftraten.

Quelle: Polizeipräsidium München