Callcenterbetrug in Nierstein — 87-Jährige um 9000 Euro betrogen
Am Samstagnachmittag kam es in Nierstein zu einem vollendeten Callcenterbetrug zum Nachteil einer 87-jährigen Geschädigten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand erhielt die Seniorin einen Anruf einer angeblichen Sicherheitsfirma. Ein bislang unbekannter männlicher Anrufer erkundigte sich, ob sie Bargeld zuhause aufbewahre. Nachdem die Geschädigte dies bejahte, schafften es die Täter durch geschickte Gesprächsführung, dass die Geschädigte im weiteren Gesprächsverlauf ihre Bankdaten, insbesondere ihre IBAN sowie die PIN ihrer EC-Karte telefonisch preis gab. Im Anschluss wurde ihr mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter vorbeikommen werde, um ihre Bankkarte sowie das Bargeld zu überprüfen. Kurze Zeit später erschien ein junger Mann an der Wohnanschrift der Seniorin. Dieser nahm das Bargeld sowie die Bankkarte an sich und verließ für etwa zehn Minuten die Wohnung. Anschließend brachte er die Karte zurück und entfernte sich in unbekannte Richtung. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 9.000 Euro.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich davor, persönliche Daten oder Bankinformationen am Telefon preiszugeben. Polizeibehörden oder Banken fordern niemals die Herausgabe von PIN-Nummern oder Bargeld an der Haustür. Beenden Sie im Zweifel sofort das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Polizei über die bekannten offiziellen Rufnummern.
Quelle: Polizeipräsidium Mainz
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, männlich
- Opfer
- 1 Person, 87 Jahre, weiblich
- Tatzeit
- 28.02.2026 um 14:00 Uhr
- Tatort
- Nierstein
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 9,0k €