Angriff im Regionalexpress: 22 Hansa-Fans überprüft, das Opfer hat einen offenen Haftbefehl
Ein 44-Jähriger wird im Zug attackiert. Die Bundespolizei kontrolliert 22 Personen aus dem Rostocker Anhängerumfeld. Beim Opfer liegt ein Haftbefehl wegen Bedrohung vor.
Ein Zugbegleiter bringt den 44-jährigen Geschädigten zu den Beamten. Beim Aussteigen zeigen beide in Richtung des hinteren Zugteils.
Am Abend des 31. Oktober war die Bundespolizei im Regionalexpress von Chemnitz nach Leipzig im Einsatz. Gegen 22:35 Uhr alarmierte die Mitteldeutsche Regiobahn wegen einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Erstmeldung sprach von einer Schlägerei zwischen Fußballfans. Während der Fahrt betätigte jemand die Notbremse, der Zug hielt am Haltepunkt Leipzig Werkstätten. Dort öffnete sich über die Notentriegelung eine Zugtür.
Um 22:45 Uhr lief der Zug im Leipziger Hauptbahnhof ein. Dort stand eine Gruppe von 22 Personen, die nach bisherigen Erkenntnissen dem Anhängerumfeld des F.C. Hansa Rostock zuzuordnen ist. Aus dieser Gruppe heraus soll eine Person den Geschädigten angegriffen haben. Die Beamten überprüften alle 22 Personen und fertigten Lichtbilder. Anhand der Zugkameras lässt sich der Ablauf inzwischen nachstellen und den einzelnen Personen zuordnen.
Der Tatverdächtige zeigte sich bei der Kontrolle stark erregt und versuchte, sich den Maßnahmen zu entziehen. Der Geschädigte gab an, Anhänger eines anderen Fußballvereins zu sein, und habe dies auch der Gruppe mitgeteilt. Ob das mit dem Angriff zusammenhängt, ermittelt die Bundespolizei noch. Bei der Überprüfung des Geschädigten stellten die Beamten zudem einen Haftbefehl wegen Bedrohung fest. Er wurde vollstreckt, der Deutsche kam in die JVA Leipzig.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Bundespolizeiinspektion Leipzig
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person
- Opfer
- 1 Person, 44 Jahre, männlich
- Tatort
- Leipzig