Zoll findet bei einem Logistiker 13 Beschäftigte ohne gültige Papiere - Strafverfahren gegen den Arbeitgeber laufen
Bei der Kontrolle eines Logistikers prüfte der Zoll 34 Beschäftigte. Zwölf Menschen ohne Aufenthaltstitel kamen zur Ausländerbehörde, ein Chinese nutzte eine gefälschte rumänische ID-Karte.
Ein anonymer Hinweis hat eine groß angelegte Kontrolle bei einem Logistikunternehmen ausgelöst.
Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, überprüften Beamte des Hauptzollamts Dortmund, des Ausländeramts Bochum und der Bundespolizei 34 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf dem Betriebsgelände. Einige versuchten, sich durch Flucht und Verstecken in den Hochregalen der Prüfung zu entziehen.
In zwölf Fällen handelte es sich um chinesische, vietnamesische und syrische Staatsangehörige zwischen 25 und 40 Jahren ohne die erforderlichen Aufenthaltstitel. Sie kamen nach Abschluss der Maßnahmen zur Ausländerbehörde. Ein 30-jähriger Chinese wies sich zudem mit einer gefälschten rumänischen ID-Karte aus, gegen ihn läuft zusätzlich ein Verfahren wegen Urkundenfälschung.
In drei weiteren Fällen arbeiteten syrische und chinesische Beschäftigte ohne die nötige Erlaubnis, daraus wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren. Dem Arbeitgeber drohen Verfahren wegen illegaler Beschäftigung und des Vorenthaltens von Sozialabgaben. Eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren und ein Bußgeld bis 500.000 Euro sind möglich.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Hauptzollamt Dortmund
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 13 Personen, 25-40 Jahre
- Tatort
- Bochum