Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen am Flughafen Dortmund
Um ihren Flug nach Rumänien noch rechtzeitig zu erreichen, betätigten drei Frauen im Alter von 49, 69 und 78 Jahren am Morgen die Notentriegelung einer Tür zum Vorfeld. Der Alarm wurde dabei ignoriert, ein Zutritt gelang jedoch nicht.
Am 27. April betätigten drei Reisende am Flughafen Dortmund die Notentriegelung einer Tür, um ihren Flug noch zu erreichen. Die Bundespolizei stoppte die Frauen und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
Gegen 08:00 Uhr stellten Bundespolizisten am Dortmunder Flughafen eine zum Vorfeld hin geöffnete Tür fest. Der Alarm war ausgelöst worden, doch das Boarding-Personal war am entsprechenden Gate nicht mehr anwesend. Die Beamten begaben sich in die Fluggastbrücke, wo sie drei ukrainische Staatsangehörige antrafen. Alle hatten versucht, ihren Flug nach Rumänien noch zu erreichen. Der Zutritt zum Vorfeld war den drei Tatverdächtigen nicht gelungen. Die Uniformierten brachten die 49-, 69- und 78-Jährigen zur nahegelegenen Wache. Nach erfolgter schriftlicher Belehrung in der Landessprache gaben die drei Frauen die Tat zu. Sie gaben an, ihren Flug unbedingt noch erreichen zu wollen. Deshalb hätten sie den Notöffner gedrückt, einen Alarm ausgelöst und die Tür geöffnet. Das Alarmsignal hatten die drei Ukrainerinnen wahrgenommen, aber ignoriert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beschuldigten aus der Dienststelle entlassen.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen und Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz ein.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 3 Personen, 49-78 Jahre, weiblich, ukrainisch
- Tatzeit
- 27.04.2026 um 08:00 Uhr
- Tatort
- Dortmund