Schockanrufe in Minden — Seniorinnen um Erspartes betrogen
(SN) Bisher unbekannte Betrüger haben auch am Montag und Dienstag in Minden durch Schockanrufe zwei Seniorinnen um ihr Erspartes gebracht. Dazu wählten die Anrufer ihre russischstämmigen Opfer offenbar gezielt aus. Die Polizei warnt weiterhin vor der Masche.
Zunächst hatte eine in der Weserstraße wohnende Seniorin am Montagabend den Anruf eines Unbekannten erhalten. Dabei berichtete der Unbekannte der Frau offenbar gezielt in russischer Sprache, dass deren Tochter angeblich einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Abwendung einer Haftstrafe sei die Entrichtung einer Kaution erforderlich. Dem schenkte die lebensältere Dame Glauben und übergab einem Abholer gegen 22.15 Uhr eine fünfstellige Bargeldsumme.
Einen Tag später, am Dienstag, erhielt eine Seniorin gegen 14 Uhr in der Bugenhagenstraße ebenfalls einen Schockanruf. Auch hier berichtete eine Betrügerin als angebliche Angehörige in russischer Sprache von einem verhängnisvollen Verkehrsunfall, der eine teure Behandlung nötig mache. Schließlich übergab auch sie eine fünfstellige Summe an einen Abholer, der sich als angeblicher Polizist ausgab. Später ahnte die Frau Opfer einer Straftat geworden zu sein und verständigte abends die echte Polizei. Den Beamten gegenüber konnte sie den männlichen Abholer als etwa 20-30 Jahre alt, mit blonden Haaren und Shorts beschreiben.
Wem rund um die beiden Tatorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, der wird gebeten, unter Telefon (0571) 88660 Kontakt zur Polizei aufzunehmen.
Quelle: Polizei Minden-Lübbecke
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 20-30 Jahre, männlich
- Opfer
- 1 Person, weiblich
- Tatzeit
- 15.06.2026 um 22:15 Uhr
- Tatort
- Weserstraße, Minden
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 50,0k €