Angriff auf Polizeibeamte in Siegen - Pfefferspray eingesetzt

Ein 38-Jähriger attackierte vier Polizeibeamte mit Pfefferspray, als diese wegen Streitigkeiten in seiner Wohnung in der Badstraße einschreiten wollten. Die Beamten wurden leicht verletzt und ambulant behandelt. Der Mann hatte zuvor auch Nachbarn bedroht.

SiegenNordrhein-WestfalenVeröffentlicht am
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Am gestrigen Donnerstagabend (18. Juni) sind vier Einsatzkräfte der Polizei bei einem Einsatz "Verdacht der Körperverletzung" selber verletzt worden. Ein 38-Jähriger war mit den Polizeimaßnahmen nicht einverstanden und setzte Pfefferspray gegen die Polizisten ein.

Diese waren zuvor kurz nach 20:30 Uhr wegen lauten Streitgeräuschen aus der Wohnung des 38-Jährigen und seiner Familie in die Badstraße gerufen worden. Vor Ort ergaben sich nach ersten Hinweisen der Verdacht, dass die Streitigkeiten in der Wohnung zu gewaltsamen Handgreiflichkeiten geführt haben und Kinder dabei in Mitleidenschaft gezogen worden sein könnten.

Als die eingesetzte Streifenwagenbesatzung diesem Verdacht nachgehen wollten und an der Wohnungstür des 38-Jährigen klingelten, verhielt dieser sich sofort im höchsten Maße unkooperativ und aggressiv. Dies gipfelte letztlich darin, dass er die Einsatzkräfte, die zwischenzeitlich eine weitere Streifenwagenbesatzung zur Unterstützung gerufen hatten, mit Pfefferspray attackierte. Hierdurch wurden drei Beamte und eine Beamtin leicht verletzt.

Letztlich gelang es einem hinzukommenden Verwandten, den 38-Jährigen soweit zu beruhigen, dass die Überprüfung durchgeführt werden konnte.

Diese ergab keine sichtbaren Spuren einer vorangegangenen Handgreiflichkeit. Allerdings ermittelt die Polizei nun wegen tätlichen Angriffs und gefährlicher Körperverletzung. Hinzu kam noch eine Bedrohung, die der 38-Jährige gegenüber seinen Nachbarn äußerte.

Die betroffenen Einsatzkräfte mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden, blieben aber anschließend dienstfähig.