Festnahme nach Schockanruf-Betrugsversuch in Bad Oldesloe
Eine 87-Jährige bekam einen Anruf eines falschen Polizisten, der 120.000 Euro Kaution für ihre Tochter forderte. Gemeinsam mit Nachbarn entlarvte sie den Betrugsversuch. Bei der vereinbarten Schmuckübergabe nahm die Polizei einen 51-jährigen Abholer fest.
13.02.2025 | Kreis Stormarn | 12.02.2025 - Bad Oldesloe
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Ratzeburg
Am 12.02.2025 kam es in Bad Oldesloe zu einem Schockanruf (Betrugsversuch), wobei sich der bislang unbekannte Anrufer als Polizeibeamter ausgegeben hat.
Gegen 17:15 Uhr erhält die 87-jährige Oldesloerin einen Anruf. Eine männliche Person hat sich ihr als Polizist zu erkennen gegeben und erklärt, dass ihre Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe und nun eine Kaution in Höhe von 120.000 Euro bezahlt werden müsse. Mit Hilfe ihrer Nachbarn war schnell klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt und die Polizei in Bad Oldesloe wurde informiert. Das Gespräch mit dem Anrufer wurde aufrechterhalten und eine Übergabe von Schmuck für die vermeintlich erforderliche Kaution vereinbart. Um 18:34 Uhr konnte ein 51-jähriger Abholer in der Kolberg-Körlin-Straße von den Polizeibeamten vorläufig festgenommen werden.
Die Kriminalpolizei Bad Oldesloe hat die Ermittlungen übernommen. Gegen den Tatverdächtigen soll durch die Staatsanwaltschaft Lübeck im Laufe des Nachmittags beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Lübeck ein Haftbefehl beantragt werden.
Dr. Jens Buscher, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Paul-Erik Naumann, Pressesprecher/in der Polizeidirektion Ratzeburg
Hinweis: Nachfragen zu dieser Medieninformation richten Sie bitte an die Pressestelle der Polizeidirektion Ratzeburg.
Quelle: Polizeidirektion Ratzeburg
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 51 Jahre, männlich
- Opfer
- 1 Person, 87 Jahre, weiblich
- Tatort
- Kolberg-Körlin-Straße, Bad Oldesloe