Trickbetrug in Wetter — Seniorin um 30.000 Euro betrogen

WetterHessenVeröffentlicht am
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Wetter: Trickbetrüger macht Beute - Polizei gibt Tipps

Knapp 30.000 Euro erbeutete ein Trickbetrüger am Dienstag (9.6.) in Wetter. Ein Unbekannter meldete sich telefonisch bei einer Seniorin und schilderte, dass deren Tochter in Hamburg einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Eine Haftstrafe könne nur noch mit einer Barzahlung abgewendet werden. Letztlich übergab die Frau das Bargeld an einen unbekannten Abholer.

Der Fall folgt bundesweit gängigen Maschen von Betrügern, die auch in Mittelhessen immer wieder versuchen, Beute zu machen. Um es den dreisten Kriminellen möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können.

Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig. Oftmals ist die Sprache von tödlichen Verkehrsunfällen, die nahe Angehörige verursacht haben sollen, oder von Einbrecherbanden in der Nachbarschaft.

Die Ermittler raten: Echte Polizisten, Staatsanwälte oder Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank oder bei der echten Polizei. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Echte Polizeibeamte werden Sie zudem niemals auffordern, Ihre Wertgegenstände herauszugeben, um diese zu verwahren.

Im Zweifel gilt: Beenden Sie sofort das Gespräch und verständigen Sie die Polizei!

Pierre Gath, Pressesprecher

Tatdetails

Tatverdächtige
1 Person
Opfer
1 Person, weiblich
Tatzeit
09.06.2026
Tatort
Wetter
Motiv
Raub
Schaden
30,0k €

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