Drogenhandel und Waffenbesitz in Berlin - Durchsuchungen bei Kokain-Taxi-Ring
Durch den Einsatz von Schein-Autovermietungen wurden Kokain-Lieferungen organisiert, wobei bei Razzien Sturmgewehre, Flinten und Pistolen als Tatwaffen sichergestellt wurden. Ein Beschuldigter wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.
Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Polizei und Staatsanwaltschaft vollstreckten gestern in sechs verschiedenen Wohn- und Aufenthaltsanschriften in Berlin und Brandenburg fünf Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts der Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln unter Nutzung sogenannter Kokain-Taxis. Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte im Alter von 31 bis 38 seit 2024. Der 31-jährige Hauptverdächtige steht dabei im Verdacht, mehrere Autovermietungen zum Schein betrieben zu haben, deren Fahrzeuge nicht für Vermietungen, sondern unter anderem für Auslieferungsfahrten von Kokain im Berliner Stadtgebiet verwendet wurden. Für die Gründung der Autovermietungen soll er mehrfach Scheinpersonalien, unter anderem aus dem europäischen Ausland verwendet haben.
Bei den Durchsuchungen konnten unter anderem ein Sturmgewehr, eine Vorderschaftrepetierflinte, zwei scharfe Pistolen, zwei Schreckschusswaffen sowie diverse dazugehörige Munition sichergestellt werden. Weiterhin wurden über 30 europäische ID-Karten verschiedener Nationalitäten, diverse Blanko-Kfz-Zulassungsbescheinigungen und Zulassungssiegel sowie fünfzehn Kilogramm Silberbarren und rund 8.000 € Bargeld aufgefunden und sichergestellt. Ein Beschuldigter wurde gestern durch die eingesetzten Beamten festgenommen und anschließend der BAO Ferrum überstellt. Er wurde heute einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten zum Zwecke des Erlasses eines Haftbefehls vorgeführt. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, dauern an.
Quelle: Polizei Berlin
Tatdetails
- Tatzeit
- 19.03.2026
- Tatort
- Berlin
- Motiv
- Drogen
- Schaden
- 8,0k €