Ermittler zerschlagen Callcenter für Schockanrufe in Madrid und nehmen vier Hauptverdächtige fest
Die Bande rief gezielt ältere Menschen an und gab sich als Polizei oder Angehörige aus. Bei den Zugriffen stellten die Ermittler Gold, Schmuck und Luxusuhren sicher.
Ein Callcenter für Schockanrufe in einer Ferienwohnung in Madrid ist aufgeflogen.
Deutsche und spanische Ermittler schlugen Mitte März zu und nahmen vier Hauptverdächtige fest: einen 37-jährigen Schweden aus Hamburg, seine 33-jährige polnische Ehefrau und zwei polnische Staatsbürgerinnen (23, 30). Sie sollen sich als Polizisten oder Angehörige ausgegeben und Notlagen vorgetäuscht haben.
Bei den Zugriffen beschlagnahmten die Einsatzkräfte Beweismittel und Vermögenswerte, darunter über ein Kilogramm Gold und hochwertige Uhren. In Frankfurt am Main nahmen Beamte zudem zwei Personen fest, die 920 Gramm Gold aus einem Schockanruf transportieren sollten.
Die Ermittler identifizierten bisher 14 konkrete Taten mit Forderungssummen von jeweils rund 90.000 Euro. Die Auslieferung der vier Hauptverdächtigen nach Deutschland wird vorbereitet.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Polizeipräsidium Oberfranken
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 4 Personen, 37, 33, 23, 30 Jahre, schwedisch, polnisch, polnisch, polnisch
- Opfer
- 14 Personen
- Tatort
- Bayreuth
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 1,3 Mio. €