Geschäftsführer muss für fast vier Jahre in Haft: Er schleuste 70 Arbeitskräfte ein und ließ sie bis zu…
Das Landgericht Traunstein verurteilte den 43-Jährigen aus dem Landkreis Altötting unter anderem wegen Zwangsarbeit und illegalen Einschleusens. Sein Schwager erhielt eine Bewährungsstrafe.
Rund 70 georgische und ukrainische Arbeitskräfte soll ein 43-jähriger Geschäftsführer aus dem Landkreis Altötting ausgebeutet haben. Dafür verurteilte ihn die 1. Strafkammer des Landgerichts Traunstein am 22.04.2026 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten.
Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann die Arbeitskräfte unter anderem gewerbsmäßig illegal einschleuste und zur Zwangsarbeit brachte. Er meldete sie nicht zur Sozialversicherung an, zahlte weniger als den Mindestlohn und ließ sie bis zu 14 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche arbeiten. Für die bereitgestellten Unterkünfte wurden den Arbeitnehmern vergleichsweise hohe Mieten vom Lohn abgezogen, teilweise mussten sie zu zweit auf einer Matratze schlafen.
Die Ermittler des Hauptzollamts Rosenheim und der Staatsanwaltschaft Traunstein kamen dem Unternehmer durch eine Baustellenprüfung auf die Spur.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Hauptzollamt Rosenheim
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 43 Jahre, männlich, türkisch
- Opfer
- 70 Personen, georgisch, ukrainisch
- Tatzeit
- 22.04.2026
- Tatort
- Altötting
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 200,0k €