Weltkriegsmunition im Boden könnte den Waldbrand am Rotenfels ausgelöst haben
Bei den Löscharbeiten kam es zu Explosionen, der Kampfmittelräumdienst räumte einen Radius von einem Kilometer. Eine abschließende Feststellung der Ursache ist nicht möglich.
Mehrere Explosionen unterbrachen die Löscharbeiten am Rotenfels. Nach Rücksprache mit dem Kampfmittelräumdienst räumten die Einsatzkräfte einen Bereich im Radius von einem Kilometer.
Der Waldbrand war am 27. Juni 2026 ausgebrochen. Das Feuer erfasste rund 30 Hektar Waldfläche und breitete sich weiter aus, sodass auch die Ortschaft Traisen evakuiert werden musste. Vollständig gelöscht war der Brand erst am 1. Juli 2026.
Die Ermittlungen der Kriminalinspektion Bad Kreuznach konzentrierten sich auf eine etwa 2.500 Quadratmeter große Fläche, die als mutmaßlicher Brandausbruchsbereich gilt. Buschwerk war vollständig verbrannt, Bäume waren umgestürzt oder wiesen Brandzehrungen bis in mehrere Meter Höhe auf. Der Boden war stark verbrannt und sandig geworden.
Im Boden befindliche Weltkriegsmunition könnte sich durch die Hitze umgesetzt haben. Schon während und nach den Löscharbeiten fanden die Einsatzkräfte Munition sowie Munitions- und Splitterteile. Eine vorsätzliche Brandstiftung sehen die Ermittler nicht, eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe halten sie für unwahrscheinlich. Die mutmaßliche Brandausbruchsstelle liegt abseits der Wege.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Polizeipräsidium Mainz