Jagdwilderei in Varel - Streit um gefundenes Rehkitz
Ein 24-Jähriger nahm ein im Wald gefundenes Rehkitz an sich und übergab es einem Paar in Varel. Nach verweigerter Herausgabe schaltete er die Polizei ein. Das Kitz kam in eine Auffangstation, ermittelt wird wegen Jagdwilderei.
Am Montagabend wurden Polizeibeamte in Varel zu einem Einsatz wegen Streitigkeiten um ein Rehkitz gerufen. Ein 24-jähriger Mann aus Bockhorn hatte das junge Wildtier im Wald gefunden und zunächst an sich genommen. Anschließend übergab er das Rehkitz an ein in der Nähe des Fundortes wohnendes Paar aus Varel (45 und 43 Jahre). Als der Finder das Kitz kurze Zeit später zurückforderte und die Herausgabe verweigert wurde, verständigte er die Polizei. Das Rehkitz konnte letztlich über den zuständigen Jagdpächter an eine Auffangstation vermittelt werden, in der das Tier bis zur Auswilderungsreife artgerecht gepflegt wird. Die Polizei hat in dem Fall Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen.
Hinweis der Polizei an Spaziergänger:
Sollten Sie im Wald ein Jungtier finden, nehmen Sie Abstand! In den meisten Fällen kehrt das Muttertier zu seinem Nachwuchs zurück. Falls Sie den Eindruck haben, dass das Tier verletzt ist oder Hilfe benötigt, wenden Sie sich bitte an die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 24 Jahre, männlich
- Tatort
- Varel